Augenhöhle

Die Augenumgebung (Periorbita) und die Augenhöhle (orbita)

Die Auskleidung (periorbita) der knöchernen Augenhöhle (orbita) hat ihren Ursprung am Rand der Augenhöhle aus der Knochenhaut (periost) und zieht trichterförmig zum Grund der Augenhöhle, wo sie sich im Bereich der Durchtrittsöfnungen (foramina) der Nerven anheftet. Sie umschliesst zusammen mit weiteren Bindegewebshüllen (fasciae) die einzelnen Augenmuskeln und reicht bis an die äusere Schicht des Augapfels, die Lederhaut (sclera), heran.
Im Bereich der Periorbita, besonders hintere dem Augapfel, finden sich auch zahlreiche Fettgewebseinlagerungen, welche als Polster dem mechanischen Schutz des Auges dienen und zur Fixierung des Augapfels beitragen. Bei sehr starker Abmagerung (Kachexie) werden diese Fettpolster abgebaut und der Augapfel sinkt in die Augenhöhle zurück (Enophthalmus).
Der Augapfel wird in der Augenhöhle durch vier gerade, zwei schräge Augenmuskeln und einen Muskel, der den Augapfel in die Augenhöhle ziehen kann, in alle Richtungen, gleichsinnig und gleichzeitig mit dem Partnerauge, bewegt, beziehungsweise in den verschiedenen Positionen gehalten. Der nervus oculomotorius (Gehirnnerv III) versorgt die oberen, unteren und mittleren geraden Augenmuskeln, sowie den unteren schrägen Augenmuskel. Der nervus trochlearis (Gehirnnerv IV) versorgt den dorsalen schrägen Augenmuskel, und der nervus abducens (Gehirnnerv VI) versorgt den musculus retractor bulbi und den seitlichen geraden Augenmuskel.

Durch die symmetrische, frontale Anordnung der Augenhöhlen und der darin eingebetteten Augäpfel verlaufen die Augenachsen nahezu parallel und ermöglichen ein großes Feld binokulären Sehens, das bei der Lokalisierung und dem Einfangen einer Beute von großem Vorteil ist ( Physiologie).

Augenumgebung Hund

Knöcherner Schädel eines Hundes

Augenhöhle einer Katze